Montag, 22. Februar 2010

Wirf mir die gemusterte Decke zu
und häng die Anzüge in die Bäume:
Die Ärmel hochgekrempelt und
die Knöpfe falsch zugeknöpft -
nur kein unnötiger Ernst!

Verteil die Rosen und
die Spielkarten auf der Straße
klemm das Tigerfell unter die Motorhaube
und stell das und das und das
einfach irgendwohin

Es soll bunt sein
und ungewöhnlich:
Der Aufstand der Kreativität gegen
gegen ... na du weißt was ich meine!
- Ja mein Freund die Welt ist ein Spiel - nur:

du bist der einzige der spielt

Mittwoch, 17. Februar 2010

Mittwoch, 27. Januar 2010

gedenken buchenwald

Manche verstehen es nicht:
Tote schweigen, Brecht
das Amphitheater
Doch dasitzen
die Kraniche des Ibikus
die Kraniche die kommen
und die schreien nach denen
nach denen unter dem Sand der Arena
die doch eigentlich:
Theater des Realismus
biographisch korrekt sollten
sprechen für sich selbst
So die Kraniche
nach Ibikus
Jetzt aber Schweigen
Nur Totenschweigen

Dienstag, 12. Januar 2010

Meine neue Wohnung

Zugegeben, das Dach fehlt noch... wo das bloß wieder abgeblieben ist? Aber das
Schlafzimmer kommt nach rechts oben, wo schon die tolle Tapete hängt!
Regensburg

Sonntag, 10. Januar 2010

Beam me up!

Bamberg
Rauf auffe Streugutkiste -
rauf aufn Stromkasten -
rauf auffe Telephonzelle -
aufs Raumschiff gewartet -
gewartet gewartet gewartet -
Raumschiff nich gekommen -
Kruppzeug - Licht aus!

Montag, 4. Januar 2010

God Jul og godt Nyttar

Solange es den Link noch gibt.... genießt ihn! Und wer kein norwegisch kann, tja, der hat halt Pech gehabt...

http://www.arkikon.no/julekort09.htm

(Es gibt den Link übrigens immer noch...: Stand 3/2016)

Montag, 21. Dezember 2009

Zwei Segel

Zwei Segel erhellend
Die tiefblaue Bucht!
Zwei Segel sich schwellend
Zu ruhiger Flucht!

Begehrt eins zu hasten
Das andre geht schnell,
Verlangt eins zu rasten,
Ruht auch sein Gesell.

Wie eins in den Winden
Sich wölbt und bewegt,
Wird auch das Empfinden
Des andern erregt.

Conrad Ferdinand Meyer

Samstag, 19. Dezember 2009

Leere

Domeneck
Hohenlohe






























Vielleicht ist es ja das: Das Ende der Poesie, um die ich mich so bemühe. Ich bin ernüchtert erwacht nach einem langen, romantischen, lyrisch versessenen Traumgelage. Erwache ich ernüchtert, dann in großer Kälte. Draußen zumeist, in einer Landschaft, die grau ist und nur hell, und nicht etwa voller Licht. In der ein kalter Wind über die Heide - Moment, wir sind hier nicht bei Theodor Storm! - wo ein kalter Wind über die vergilbten, braun gewordenen Wiesen und Weiden weht. Die Bäume kahl sind, also keine Blätter mehr tragen und mit diesem Bild ein für alle Mal gesagt ist, daß es nichts mehr zu schreiben gibt, das alles längst den Fluß hinuntergeschwommen oder vielmehr hinuntergetrieben und vorbei ist. Was alles auch möglich ist.